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Zeitzeugen zu Gast an der GBM

Am 21. Mai durfte die Gesamtschule Buer-Mitte zwei besondere Gäste begrüßen: die Holocaustüberlebenden Eva Weyl und Wolfgang Polak. Vor rund 170 Schülerinnen und Schülern der EF und Q1 berichteten sie eindrucksvoll von ihren Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus.

Die Veranstaltung wurde durch Frau Purz, Oberbürgermeisterin Henze und unsere Spurensucher-AG eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler erinnerten in einem kurzen Beitrag an die Bedeutung von Erinnerungskultur und präsentierten einen Song, den sie im Rahmen ihrer Beschäftigung mit der Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen aufgenommen hatten.

Anschließend schilderten Eva Weyl und Wolfgang Polak ihre Kindheit als jüdische Kinder während der NS-Zeit. Beide überlebten das niederländische Durchgangslager Westerbork, von dem aus mehr als 100.000 Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Besonders bewegend war die Tatsache, dass die beiden erst im vergangenen Jahr zufällig entdeckten, dass sie als Kinder dieselbe Lagerschule besucht hatten.

In ihren Berichten machten sie deutlich, welche Folgen Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus für Menschen haben können. Gleichzeitig appellierten sie an die Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für Demokratie, Menschenrechte und ein respektvolles Miteinander zu übernehmen.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei entstand ein offener und persönlicher Austausch, der bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterließ. Auch Eva Weyl zeigte sich beeindruckt vom Interesse und der Aufmerksamkeit unserer Schülerinnen und Schüler.

Als Schule, die sich seit vielen Jahren aktiv mit Erinnerungskultur beschäftigt – unter anderem durch die Spurensucher-AG und Projekte zu Stolpersteinen – war diese Begegnung von besonderer Bedeutung. Sie hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, die Geschichten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen weiterzutragen, damit die Erinnerung auch dann lebendig bleibt, wenn diese Stimmen eines Tages nicht mehr selbst berichten können.